Zur Geschichte

Als Herzog Johann 1. im Jahre 1277 dem Bischof von Ratzeburg in einer Urkunde die Erhebung eines halben Zehnten aus dem Dorfe Buchholz bestätigte, war er sich wahrscheinlich über die Bedeutung seines Handelns für die Buchholzer nicht bewusst. Er signalisierte damit für die Nachwelt die Geburtsstunde dieses beschaulichen Dorfes, das heute jedoch nicht mehr erahnen lässt, wie mühsam es sich seinen Weg durch die Geschichte bahnen musste.

Von der Herkunft lübischer und lauenburgischer Ortsnamen ist folgendes über Buchholz aktenkundig:

Zitat: Buchholz: „In Bocholt“ lautet 1277 die allererste Ortserwähnung in einer mecklenburgischen Urkunde.

1285 liest man in einer lateinisch abgefassten Niederschrift: „in Villa Bocholt“ (=im Ort Buchholz). 1394 „fo Bochholte“. 1457 „fo Bockholte“. Die alt- und mitteldeutsche Namensgebung nimmt eindeutig Bezug auf ein Buchengehölz. – Neuniederdeutsch „Bochholt“. –Zitatende

1797 wurden die Ländereien erstmalig aufgeteilt. Es fand eine Verkoppelung statt. Die Wälder wurden gerodet und für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Als im vorigen Jahrhundert die Eisenbahnstrecke Lübeck - Büchen entstand, wurden viele Ländereien verkauft. Die Einnahmen hieraus führten zum Bauen in Buchholz. So erhielt der Ort ein neues Gesicht.

 

buchholz um 1923 (Buchholz um 1923, Dorfmitte)

 

Wer jetzt, aus Richtung Lübeck oder Ratzeburg kommend, in das Dörfchen fährt, wird über die alten Katen, liebevoll gepflegten Gärten und die versteckten Wochenendhäuser auf den Ratzeburger See blicken, der bis vor nicht allzu langer Zeit den Lebensmittelpunkt der meisten Bewohner dieser Gemeinde darstellte.

Im Jahr 1987 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt. Sie wurde durch die Verlegung der B207 notwendig und wurde unter Berücksichtigung ökologischer Belange umgesetzt

Im Ortskern befindet sich mit dem Urstromtal ein Naturdenkmal, dass in einem Großteil als Streuobstwiese genutzt wird und von seinen Besitzern gepflegt und mit Neuanpflanzungen in seiner Art erhalten wird. Zwischen den Straßen "Fuchsberg" und "Fleck" befindet sich ein privates Wald und Parkgrundstück.

Nach dem großen Ulmensterben  in der Gemeinde Buchholz waren zahlreiche, stattliche Ulmen vorhanden  wurde in den vergangenen Jahren mit der Neuanpflanzung von Linden, Eichen und Kastanien begonnen.

Im Rahmen der Dorferneuerung 1984/85 sind Trockenmauern an den Straßenhängen restauriert worden. Durch den Einsatz einiger Bürger und der Gemeinde konnten so auch einige Reetdächer erhalten werden. In der Straße "Fleck" befindet sich das wohl älteste Haus in Buchholz aus dem 16. Jahrhundert. Es ist durch Privatinitiative renoviert und unter Denkmalschutz gestellt worden. Am ehemaligen Ortsausgang befinden sich alte und gut erhaltene Linden.